EyeEm und die Zukunft der Fotografie

Am 18. März präsentierte EyeEm-Mitgründer und CEO Florian Meissner zusammen mit zwei seiner frühen Investoren ihre Sicht auf die Zukunft der Fotografie. Wir haben den Event im Apple Store Berlin besucht und die wichtigsten Aussagen aufgenommen.

Florian Meissner (EyeEm), Stefan Glänzer (Passion Capital) und Jason Whitmire (Earlybird Venture Capital)

Florian Meissner (EyeEm), Stefan Glänzer (Passion Capital) und Jason Whitmire (Earlybird Venture Capital)

Der Vortrag fand im Rahmen einer Reihe statt, in der Apple Entrepreneurs die Möglichkeit gibt, sich selbst und ihr Unternehmen vorzustellen, jedoch auch ihre Visionen vom Geschäft darzustellen. Bei EyeEm geschah dies im Lichte des kürzlich erst angekündigten EyeEm Market, über den die Fotografen der Community ausgewählte Bilder auch zur Lizenzierung an Kunden anbieten können.

Meissner: „Authentizität und Realität sind wichtiger als perfektes Licht“

Florian Meissner fotografiert das Publikum

Florian Meissner fotografiert das Publikum

Die Mobilfotografie ist für die Branche einer der grossen Trends. Florian Meissner sieht jedoch mehr als nur die Verfügbarkeit für jedermann oder das sofortige Teilen von Bildern als die wesentlichen Folgen: Die Demokratisierung der Fotografie erlaube es nun jedem, ein Stück seines persönlichen Lebens mit anderen zu teilen, Freunden oder Fremden. Aber auch die Bildsprache ändere sich dadurch: Realität und Authentizität gewinnen an Bedeutung gegenüber gestellten und perfekt ausgeleuchteten Bildern.

Dies werde auch bei Werbekunden zunehmen wahrgenommen: „Es ist effektiver, durch die eigenen Kunden selbst kommunizieren zu lassen als die Kunden einseitig anzusprechen.“ EyeEm helfe grossen Unternehmen dabei, Bilder ihrer Kunden mit ihnen zu vernetzen. Beispielsweise habe man mit Lufthansa durch die Community geschaffene Bilder von beworbenen Zieldestinationen genutzt, die eine viel grössere Vielfalt bieten als klassische Stockmotive.

Betonung bleibt auf der Community

Besonders betont hat Meissner, dass es den Gründern und allen Mitarbeitern bei EyeEm in erster Linie um die Fotografie und die Community gehe. „Wir betrachten uns nicht als Bildagentur. Wir sind eine Gemeinschaft, die zu allererst neuen Fotografen dabei hilft sich zu verbessern.“ Natürlich müsse man auch irgendwann ans Geld verdienen denken. „Aber wir haben uns entschieden, hier nicht den einfachen Weg zu gehen, uns über Nutzungsbedingungen die Rechte an Bildern zu erschleichen. Wir möchten statt dessen unserer Community dabei helfen, mit ihren Bildern Geld zu verdienen.“ 

Investor Jason Whitmire hat dazu ergänzt: „Stockfotografie ist nur die Spitze des Eisberges. Wir sehen für die Zukunft eine viel grössere visuelle Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden.“

EyeEm hat in den letzten Wochen zunächst die Einführung eines Marktplatzes angekündigt. Kurz danach wurde bereits eine Zusammenarbeit mit Getty Images verkündet, in deren Rahmen Bilder der EyeEm-Community über Getty Images und deren Tochter iStock vertrieben werden sollen.

CEO Florian Meissner und das EyeEm Board

CEO Florian Meissner und das EyeEm Board

Der Event wurde von Apple gefilmt und soll über iTunes als Podcast zur Verfügung gestellt werden.

Weiterführende Infos zu Mobile Stock

Wer Interesse an weiteren Informationen zu Mobile Stockfotografie sowie zu EyeEm und dem Markt an sich hat, sollte sich unbedingt unser Video über „Mobile Stock“ von der letzten Microstock Expo anschauen.

Vielen Dank für den tollen Beitrag und Bilder an Michael Jay

Kurzprofil: Hier berichte ich seit mehr als 10 Jahren über meine beiden Lieblingsthemen: Fotos und verkaufen! Gestartet habe ich mit einer einfachen Anleitung für Fotoverkäufer. Ich berichte ausserdem über Bildagenturen, Bildagentur-Software, Webshop-Systeme für Fotografen und alles womit Sie Ihre Fotos verkaufen können. Mein Stock Photo Press Verlag betreibt weitere Internetseiten zum Thema Fotos kaufen und Microstock. Seit 2011 veranstalten wir ausserdem die Bildagentur-Messe MicrostockExpo.

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