Verkauft Instagram bald eure Fotos? (UPDATE)

 

Verkauft Instagram eure Fotos?
Beim beliebten mobilen Foto-Dienst Instagram ändern sich ab dem 16. Januar 2013 die Bedingungen. Ab diesem Datum darf Instagram, ohne zu fragen, die Fotos der Benutzer verkaufen. Wird Instagram jetzt zu einer Bildagentur? Sollte ich meine Fotos bei Instagram jetzt löschen?

UPDATE 18.12.12: Instagram Mitinhaber Ken Systrom rudert in seinem aktuellen Blog-Beitrag zurück mit der Aussage: “Es ist nicht unsere Intention Ihre Bilder zu verkaufen” (Übersetzung von uns).

Wer für eine Foto-App 1 Milliarde US$ bezahlt, wie Facebook es mit Instagram getan hat, möchte irgendwann damit auch Geld verdienen. Es wurde viel darüber geschrieben, wie Instagram seinen Kaufpreis für Facebook wieder reinholen kann. Jetzt wurde bekannt, dass sich ab 16. Januar 2013 die TOS (Terms of Service), also die Bedingungen für die Benutzung des Dienstes ändern werden.
Mit den neuen Bedingungen gibt man Instagram das Recht seine Bilder an Dritte zu verkaufen und zwar ohne den Nutzer vorher zu fragen oder überhaupt über den Kauf zu informieren. Ob Instagram diese Rechte überhaupt weitergeben darf, ist rechtlich gesehen noch eine ganz andere Sache (z.B. Recht am eigenen Bilder etc).

Jetzt stellt sich die Frage, will ich überhaupt das meine Fotos bei Instagram verkauft werden?

So könnte ein Fotoverkauf über Instagram ablaufen

Wenn Sie heute ein Foto bei Instagram hochladen, kann es also sein das es ab 16. Januar 2013 von irgendeinen Kunden z.B. einer Werbeagentur gekauft wird. Dann landet Ihr Instagram-Foto vielleicht auf einer Milchtüte oder auf einer News-Seite oder vielleicht auch auf einem Plakat oder in einer Broschüre. Ja, trotz der kleinen Auflösung, kann man Instagram-Fotos auch drucken.

Sicherlich müsste Instagram noch einige Dinge dabei beachten z.B. wird nirgendwo die Lizenzierung der Fotos erwähnt (z.B. Lizenzfrei) und sicherlich müsste geklärt werden ob und wie man mit den abgebildeten Personen umgeht. Für diese müsste Instagram ja einen Model-Release-Vertrag haben, um die Bilder dann für eine kommerzielle Nutzung verkaufen zu können. Eine redaktionelle Nutzung wäre bestimmt einfacher zu realisieren und würde auch eher zum Instagram-Stil passen. Viele fotografieren ja aktuelle Events, Städte, Sehenswürdigkeiten u.s.w.

Instagram-Account löschen oder über Instagram Fotos verkaufen?

Beispielhaft möchte ich mal die beiden Möglichkeiten aufzeigen, die man als Instagram-Fotograf jetzt hat. Entweder man löscht seinen Instagram-Account oder man benutzt Instagram um seine Fotos zu verkaufen. Ob und wie das passieren soll, ist seitens Instagram noch nicht geklärt.

Instagram-Account löschen

instagram-nein-kleinVerkauft Instagram jetzt überhaupt meine Fotos?
Das ist noch nicht ganz geklärt, die neuen Bedingungen ermöglichen es auf jeden Fall. Ob Instagram das wirklich durchzieht, ist eine andere Frage. Wenn man aber sicher gehen möchte, dass die eigenen Bilder nicht automatisch im Verkauf landen, sollte man vor dem 16. Januar 2013 seine Fotos bei Instagram löschen.

Einige Benutzer melden ausserdem, dass der eigene Account bei Instagram nicht gelöscht wird, sondern nur deaktiviert wird. Ob die eigenen Bilder jetzt auch gelöscht werden, ist nicht ganz geklärt. Auf jeden Fall kann Instagram diese dann nicht mehr verkaufen, da man ja die neuen Bedingungen nicht akzeptiert hat.

Über Instagram Fotos verkaufen!

instagram-ja-klein

Wie funktioniert der Verkauf von Fotos über Instagram?

Darüber wissen wir noch nichts genaueres. Instagram sieht aber vor das Bilder z.B. über deren Schnittstelle an Dritte verkauft werden können. Damit würde Instagram über Nacht, mit seinen über 100 Millionen registrierten Nutzern, zu einer der größten Bildagenturen weltweit.

Viele Instagram-Bilder haben auch Geotags, also Orte, mit eingebettet und ausserdem gibt es sogar schon sog. Hashtags, also Schlüsselwörter die von vielen Instagram-Fotografen genutzt werden. Mit diesen beiden Daten könnte man ohne Probleme z.B. unter einer Restaurant-Bewertung Fotos aus Instagram aus genau diesem Restaurant anzeigen. Oder eine lokale Zeitung könnte die Fotos vom letzten lokalen Event kaufen und abdrucken. Wenn man damit kein Problem hat, könnte man einfach die neuen Bedingungen von Instagram akzeptieren. Ob es irgendwann ein Model gibt, bei dem die Fotografen auch vergütet werden und auch die aktuelle Rechtsprechung und rechtliche Dinge geklärt sind, ist eine andere Frage.

Dem Trend zu mobilen Bildagenturen wie z.B. Pictorama, foap oder Twop kann man sich eigentlich nicht verschließen. Selbst Microstock Agenturen wie iStockphoto und Blend Images haben bereits erfolgreich eine Mobile-Collection gestartet. Mein, mit dem iPhone geschossenes, Foto von einer Kreuzung in Hanoi, Vietnam, wurde bereits 3 mal bei iStockphoto verkauft. Hoffen wir mal das Instagram die neuen Bedingungen noch einmal überarbeitet und damit mehr Fotografen die Möglichkeit gibt, auch mit ihren Mobilgeräten und Smartphones Fotos zu verkaufen. So lange bis es bei Instagram so weit ist, kann man sich ja mal unseren Artikel über Apps für Fotografen anschauen.

Fazit zu den Änderungen in den Instagram-Bedinungen

Jeder Fotograf muss selbst wissen ob er seine Bilder kostenlos und ohne Hinweise oder Benachrichtigung bei Instagram anbieten möchte. Auch wenn noch nicht sichergestellt ist wie und wo Instagram seine Fotos verkaufen wird, wird diese Möglichkeit ab dem 16. Januar 2013 geschaffen. Das Facebook die 1 Milliarde US$ wieder irgendwie einspielen muss ist klar, ob das auf dem “Rücken” ihrer Fotografen und User bei Instagram geschehen muss, ist eine andere Frage. Hier hätte Instagram und Facebook sicherlich einen besseren Weg finden können. Für alle die Ihre Fotos nicht kostenlos weggeben möchten, bleibt nur die Abmeldung und Löschung des eigenen Accounts bei Instagram. Ich persönlich werde das weiter beobachten und Sie, wie immer, auf dem Laufenden halten was da bei Instagram und Facebook passiert.

Teilen Sie uns mit ob Sie weiter Instagram für Ihre Fotos benutzen werden und wieso (nicht)!

Bild © rangizzz – Fotolia.com © Uwe Annas – Fotolia.com
Logo © Instagram / Facebook

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